Die Bastei

Die Bastei-Brücke bei Rathen

Die Bastei ist eine Felsformation mit Aussichtsplattformen und verschiedenen Aussichtspunkten in der Sächsischen Schweiz am rechten Elbufer oberhalb von Rathen. Sie zählt wahrlich zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz, was für den Besuch ein wenig Geduld fordert. „Meistbesucht“ ist in diesem Falle wörtlich zu nehmen…aber der Ausblick und die schlicht wunderschöne Landschaft entschädigen für das Gewusel von Menschen. Von der Bastei fällt das schmale Felsriff über 194 m steil zur Elbe ab. Hier habt Ihr eine hervorragende Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge. Auf der Hochfläche hinter der Bastei befindet sich ein vier Sterne Hotel mit Restaurant und diversen Außengastronomien. Diese Preise hier sind, wie gewohnt an touristischen Hotspots, etwas höher als normal.

Dorthin gelangt Ihr am einfachsten zu Fuß oder per Shuttle-Bus vom Parkplatz „P+R Bastei“, gleich, wenn Ihr in die Basteistraße einbiegt auf der linken Seite. Die Parkgebühr von 4 Euro pro Tag sind fair und der Shuttle-Bus kostete uns – mit zwei Erwachsenen, einem Kind – hin und zurück 4 Euro. Auch das ist mehr als fair. Hätten wir jedoch gewusst, dass der Weg doch kürzer ist als gedacht, hätten wir diesen auch zu Fuß bewältigt.

Die Bastei war früher Teil des Verteidigungsrings der Felsenburg Neurathen, welche 1592 erstmals als „Pastey“ erwähnt wurde. Im Zuge der Entdeckung und touristischen Erschließung der Sächsischen Schweiz entwickelte sich der Basteifelsen schnell zu einem der ersten Ausflugsziele. In der Reiseliteratur wird der Aussichtspunkt erstmals 1798 erwähnt.

Über den sogenannten „Malerweg“ erreichten bereits zu frühen Zeiten viele Künstler den Aussichtspunkt der Bastei und verewigten die Aussichten in Ihren Werken. So erhielt der heutige „Malerweg“ letztlich seinen Namen.

Bereits August von Goethe rühmte 1819 die Aussicht: „Hier wo man von den schroffsten Felsen wänden gerade in die Elbe sieht, wo in der kleinen Entfernung der Lilien-. König- und Pfaffen-Stein mahlerisch gruppirt liegen und überhaupt dem Auge ein ganzes darstellt welches mit Worten nie beschrieben werden kann“.

Neben der eigentlichen Aussicht finden sich noch weitere touristisch interessante Punkte. Am Jahrhundertturm, einem Felsgipfel an der Basteibrücke sind Gedenktafeln für die erste Erwähnung der Bastei in der Reiseliteratur 1797 sowie für Wilhelm Leberecht Götzinger und Carl Heinrich Nicolai zu finden. Diese beiden zählen durch ihre Reisebeschreibungen und Werke zu den „Entdeckern“ der Sächsischen Schweiz als touristisches Ziel.

Ausblick von der Bastei

Von Je-str - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41072772

Eine weitere Gedenktafel erinnert an den sächsischen Hoffotografen Hermann Krone, der auf der Basteibrücke im Jahr 1853 die ersten Landschaftsfotos in Deutschland schoss. Vom Ferdinandstein, einem Teil der Wehltürme, ist der berühmte Blick auf die Basteibrücke möglich. Ihn erreicht man über einen Abzweig auf dem Weg zur Basteibrücke. Eine weitere bekannte Formation in der Nähe der Bastei ist der Wartturm, von dem im Jahr 2000 ein großes Stück abgebrochen ist.

Von der Bastei aus erreicht man über die Basteibrücke zudem die „Felsenburg Neurathen“, die größte Felsenburg der Sächsischen Schweiz. Die Reste der Burg, etwa Balkenfalze und aus dem Felsen gehauene Räume, eine Zisterne und aufgefundene Steinkugeln mittelalterlicher Steinschleudern bzw. Katapulte können auf einem eigenen Rundgang besichtigt werden. Der Eintritt hier beträgt ca. 2 Euro pro Erwachsenen. Eine rekonstruierte Steinschleuder wurde 1986 in der Felsenburg aufgestellt. Besichtigt werden können auch Funde der durchgeführten Ausgrabungen, vor allem Keramik. Schließlich führt der Aufstieg von Rathen aus auf die Bastei vorbei an einem Freilichtmuseum zur slawischen Besiedlung der Gegend sowie am Abzweig zur Felsenbühne Rathen.

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